Introduction Days Presentation

Presentation

Präsentation Abstract

Immersion – dieses Thema fasziniert mich besonders. Das vollständige Eintauchen in Welten, die unsere Sinne fesseln und uns neue Perspektiven eröffnen, finde ich unglaublich spannend. Kürzlich habe ich das Joan-Miró-Museum in Barcelona besucht. Neben der regulären Ausstellung gab es dort einen speziellen Raum, der vollständig mit roten Ballonen gefüllt war. Für einen kurzen Moment war ich ganz alleine in diesem Raum und konnte mich ungestört darin bewegen. Dieses einzigartige Gefühl, von Ballonen vollständig umgeben zu sein, war für mich eine eindrückliche Erfahrung von Immersion.

Beruflich arbeite ich als Sportkameramann für Liveübertragungen im Bereich Fussball, Eishockey und verschiedener anderer Veranstaltungen. Privat lebe ich mit meiner Lebenspartnerin und unseren drei Kindern in Muri bei Bern – zwei der Kinder sind ihre, eines ist meins.

In meiner Bachelorarbeit beschäftigte ich mich ausführlich mit der Frage, wie die Schnittfrequenz in stereoskopischen 180°-Videos das Präsenzempfinden, die räumliche Orientierung, die Erkundungsfreiheit im virtuellen Raum sowie die Verständlichkeit der erzählten Geschichte beeinflusst. Dieser intensive Fokus auf Immersion bildet nun auch die Grundlage für mein Projekt im Master Design.

Als ich mich ursprünglich für den Studiengang beworben habe, beschäftigte ich mich intensiv mit einem Projekt zur Digitalisierung von Street-Art mittels NFTs. Mein Ziel war es, urbane Kunstwerke digital zu erfassen, ihnen eine dauerhafte Präsenz zu sichern und gleichzeitig Künstlerinnen und Künstlern eine neue Plattform für die Präsentation und Vermarktung ihrer Werke zu bieten. Durch NFTs sollte nicht nur die Authentizität und Einzigartigkeit der Kunstwerke gewährleistet, sondern auch die Möglichkeit geschaffen werden, die Street-Art-Kultur einem breiteren, internationalen Publikum zugänglich zu machen und nachhaltig zu fördern.

Im Rahmen des Masterstudiums möchte ich mich insbesondere mit dem Thema „Place Making“ beschäftigen, inspiriert vom Buch „Rhetorik der Stadt“ von Pierre Smolarski. Dabei interessiert mich, welche spezifischen Aspekte des „Place Making“ in der Virtual Reality (VR) soziale Interaktionen besonders fördern und intensivieren können. Neben dieser Fragestellung entwickle ich auch weitere Ideen wie „Social Viewing in VR“, bei dem das gemeinschaftliche Erleben medialer Inhalte im Vordergrund steht, oder „Business Meetings in VR“, um professionelle Interaktionen in virtuellen Umgebungen natürlicher und effizienter zu gestalten. Weitere innovative Konzepte umfassen das „VR Restaurant“, das gemeinsame Essenserlebnisse in virtuelle Welten verlagert, sowie „VR in Retirement Homes“, ein Ansatz, der älteren Menschen neue soziale Kontakte und positive Erfahrungen in einer sicheren und stimulierenden virtuellen Umgebung ermöglicht.

Diese Themen verbinden meine beruflichen Erfahrungen, persönlichen Interessen und akademischen Forschungsfragen rund um virtuelle Welten, soziale Interaktion und Immersion auf sinnvolle, praxisnahe und zukunftsweisende Weise.

Link zur Originalpräsentation:
https://docs.google.com/presentation/d/1-bQNePpOQxnzKIX8PqapJjCeSUKHQ040J8S-4K3nWsE/edit?usp=sharing