Abstract
Der Preisverfall von Computerchips und Displaytechnologien sowie die technische Entwicklung haben dazu geführt, dass Virtual Reality (VR) zunehmend an Bedeutung gewinnt. Aufgrund der immersiven Qualität des Mediums findet VR zunehmend breitere Anwendungsgebiete, z. B. in der Gaming-Industrie, im Unterricht und in Therapien.
Die wachsende Bedeutung von Virtual Reality (VR) in verschiedenen Anwendungsgebieten hat nicht nur die technische Entwicklung vorangetrieben, sondern auch neue Paradigmen in der Gestaltung virtueller Welten hervorgebracht. Während in der Realität die Anforderungen bei der Bildung öffentlicher Räume weitgehend erforscht sind, stellt die Gestaltung virtueller Räume in der virtuellen Realität ein noch weitgehend unerforschtes Forschungsfeld dar. Die Erforschung von „Place Making“ in VR öffnet die Tür zu spannenden Möglichkeiten, die die Schaffung und Nutzung von virtuellen Räumen in ein neues Licht rücken und unsere Vorstellungen von Zugehörigkeit, Identität und räumlicher Wahrnehmung erweitern können.
Die vorliegende Arbeit befasst sich mit den Anforderungen und Nutzerbedürfnissen von virtuellen Orten und welche sozialen Interaktionen notwendig sind, um einen gesellschaftlichen Nutzen zu kreieren.
In einer experimentellen Befragung im Rahmen eines „Within-Subjects-Designs“ werden Versuchspersonen verschiedenen virtuellen Orten mit unterschiedlichen Eigenschaften ausgesetzt. Die erzielten Ergebnisse werden anschließend mithilfe von SPSS statistisch analysiert und interpretiert.
Die Analyse der Ergebnisse trägt zur Weiterentwicklung der Theorie des „Place Making“ in der virtuellen Realität bei. Die Schaffung eines theoretischen Rahmens zur Förderung sozialer Interaktionen kann als eine mögliche Konsequenz dieser Arbeit dienen.