Coaching Summary

Coaching mit Minou Afzali am 23.10.2023

Beispiele und Referenzen:

  • Bethlehem, Domizilgruppe, Demenzzentrum: Nutzung eines von der SBB gesponserten Zugsabteils. Virtuelle Zugfahrten. Monitor im Wohnzimmer wird als virtuelles Aquarium verwendet.
  • Diskurs über Täuschung bei Demenzpatient:innen: Zwei Lager – eines sieht virtuelles Erleben als sinnvoll, das andere (z. B. Sonnenweid Luzern) lehnt es aus ethischen Gründen ab.
  • Windlisbach Demenzdorf: weiteres Referenzprojekt.
  • Link zu thematisch passender Literatur: Orell Füssli Buchlink (nicht näher spezifiziert)

Forschungs- und Themenbereiche:

  • Welche Angebote berücksichtigen kulturelle Bedürfnisse von Altersheim-Bewohner:innen?
  • Biografiearbeit als Zugang – Beispiel: Zusammenarbeit mit einem Universitätsprofessor.
  • Einsatzmöglichkeiten und Stand der Dinge im Bereich VR (Virtual Reality) im Altersheim.
  • Bedarfsermittlung in Altersheimen – insbesondere im Zusammenhang mit Demenz.

Wissenschaftliche und technologische Ressourcen:

  • Jonas Christen (ZHdK): Forschungsgruppe zur VR-Technologie, insbesondere zur Vermittlung des Klimawandels.
  • Naïg Chenais (SCDH): Arbeit im Bereich digitale Tools für ältere Menschen.

Methodische Hinweise:

  • Formulierung der fünf wichtigsten Fragen zum Thema.
  • Erste Schritte: 1. Desktop Research, 2. Feldforschung
  • Relevanz digitaler und therapeutischer Tools im Healthcare-Bereich.

Zusammenfassung: VR im Altersheim – Ethische, kulturelle und gestalterische Perspektiven

Das Gespräch mit Minou Afzali am 23.10.2023 beleuchtet die Vielschichtigkeit und Herausforderungen beim Einsatz von Virtual-Reality-Technologien in Altersheimen, insbesondere im Umgang mit Demenz. Im Fokus steht ein kritischer Diskurs zwischen zwei Haltungen: Während einige Institutionen wie das Demenzzentrum Bethlehem virtuelle Erlebnisse gezielt zur Beruhigung oder Aktivierung nutzen (z. B. virtuelle Zugfahrten oder digitale Aquarien), lehnen andere wie die Sonnenweid in Luzern diese Praxis ab – mit Verweis auf die ethisch problematische Vortäuschung von Realität.

Parallel stellt sich die Frage nach dem tatsächlichen Bedarf und den kulturellen Bedürfnissen von Heimbewohner:innen. Biografiearbeit und kulturelle Sensibilität könnten hier zentrale Zugänge sein. Dabei wird betont, dass es nicht nur um Technik geht, sondern um gesellschaftlich und individuell sinnvolle Anwendungen. Es wird empfohlen, sowohl Desktop Research als auch Feldforschung zu betreiben, um diese Bedürfnisse besser zu verstehen.

Zudem lohnt sich ein Blick auf bestehende Forschung, z. B. an der ZHdK (Jonas Christen) oder beim SCDH (Naïg Chenais), wo die Anwendung von VR-Technologien in Bildung und Therapie untersucht wird. Abschließend steht die Notwendigkeit im Raum, fünf zentrale Forschungsfragen zu definieren – als Ausgangspunkt für ein differenziertes und verantwortungsvolles Designprojekt im Spannungsfeld von Alter, Technologie und Wirklichkeit.



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