Kolloquium – Feedback

Feedbackanalyse zum Kolloquium


1. Fähigkeit, ein Problem und dessen Bezug zum Design zu formulieren und zu vermitteln

Die Problematik wird aus gesellschaftlicher Sicht präzise und schlüssig erläutert, jedoch fehlt der klare Bezug zum Design. Die drei vorgestellten Richtungen (Infomaterial, Living Library, VR-Training) wurden nachvollziehbar entwickelt. Besonders überzeugend war die Präsentation: flüssig, präzise und spielerisch. Kritisch angemerkt wurde, dass die Rolle des „Designers“ als Person hinterfragt werden sollte – der Fokus sollte eher auf einer spezifischen Disziplin wie Experience Design liegen.

Anmerkungen: Es wird geraten, nahe an den Gesprächen zu bleiben und Hinweise wie den „Raum für Patient:innenaustausch“ ernst zu nehmen. Zudem wurde festgestellt, dass das Projekt derzeit forschungs- statt unternehmensorientiert sei. Die Definition eines konkreten Angebots sei notwendig.

Punkte: 55 von 60


2. Fähigkeit, die gesellschaftliche Relevanz des Problems darzustellen

Die gesellschaftliche Relevanz des Themas wurde klar und überzeugend herausgearbeitet. Der Zusammenhang zwischen dem demografischen Wandel und sozialer Teilhabe wurde gut dargestellt. Die Analyse beruht auf einer Vielzahl von Quellen (z. B. Zivilgesellschaft, akademische Texte, politische Leitlinien) und ist deshalb besonders fundiert.

Anmerkungen: Die Relevanz wurde überzeugend kommuniziert, auch wenn ein konkretes Geschäftsmodell noch fehlt. Im weiteren Projektverlauf sollte die gestalterische Methode noch stärker betont werden.

Punkte: 49 von 50


3. Fähigkeit, die eigene Motivation für das Projekt darzustellen

Die persönliche Motivation wurde dargestellt, aber nur auf abstrakter Ebene. Eine tiefere Reflexion, etwa zu eigenen Erfahrungen mit Demenz, fehlt. Insgesamt wurde der Zugang als ehrlich, aber oberflächlich empfunden.

Anmerkungen: Die Verbindung zur eigenen Biografie sollte klarer und reflektierter erfolgen. Es wurde empfohlen, eigene Erlebnisse mit Demenz (z. B. in der Familie) stärker einzubeziehen.

Punkte: 17 von 20


4. Fähigkeit, Zielgruppen für das Projekt zu definieren und zu analysieren

Die Zielgruppen wurden grundsätzlich gut beschrieben, jedoch fehlt es an Tiefe. Die genaue Bedürfnislage der jeweiligen Gruppen (z. B. Pflegende, Angehörige, medizinisches Personal) wird nicht ausreichend differenziert dargestellt.

Anmerkungen: Eine präzisere Analyse durch Personas oder Zielgruppenprofile wäre hilfreich. Auch der Designbezug bei der Auswahl und Beschreibung der Zielgruppen könnte klarer herausgearbeitet werden.

Punkte: 30 von 40


5. Fähigkeit, das methodische Vorgehen des Projekts darzustellen

Die Vorstudie und das methodische Vorgehen wurden als strukturiert und durchdacht wahrgenommen. Die Anwendung von Designmethoden wie dem Double Diamond ist erkennbar, jedoch fehlt die konkrete Umsetzung. Die Verbindung von Methoden und Designpraxis wurde noch nicht ausreichend sichtbar gemacht.

Anmerkungen: Es wird empfohlen, einen genauen Plan mit Zeitstruktur, Tools und Forschungsetappen auszuarbeiten. Der Feldzugang sollte methodisch reflektiert werden (z. B. Framing als Qualitätsmanagement oder Alltagsgestaltung).

Punkte: 27 von 40


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