Forschungsagenda: Virtual Reality im Kontext von Demenz
Gemeinsam mit Arno Görgen und Minou Afzali wurde im weiteren Vorgehen entschieden, qualitative Leitfadeninterviews durchzuführen, um das Potenzial von Virtual Reality im Umgang mit Menschen mit Demenz besser zu verstehen. Dabei wurden vier zentrale Themenfelder festgelegt: auditive Reize wie Musik und Klänge zur emotionalen Aktivierung, visuelle Gestaltung etwa durch VR-Bildwelten zur Orientierung und Atmosphäre, haptische Elemente zur Förderung von Interaktion und Vertrautheit sowie Licht- und Raumwahrnehmung, wie sie in virtuellen Umgebungen erlebt wird. Ziel ist es, die Wirkung dieser Sinnesebenen im virtuellen Erleben systematisch zu erfassen.
Feedback von Arno Görgen:
von den Formulierungen her finde ich die Fragen sehr gut. Allerdings habe ich das Gefühl, dass du mit den Punkten 1 und 2 Dinge aufgreifst, die du genau so gut bei Wikipedia nachlesen könntest (ich weiss, das ist etwas böse formuliert 😉). Ich denke aber, dafür wirst du schlicht zu wenig Zeit haben… Ich würde tatsächlich versuchen, rauszufinden was nicht eh schon bekannt ist und was nachher für die Entwicklung und das Design deiner App wichtig ist:
- welche Symptome spielen im pflegerischen Kontext eine große Rolle?
- Was sind hier im Pflegealltag die größten Problemfelder?
- vielleicht auch nach dem Betreuungsschlüssel fragen?
- Wie wird versucht, Demenzkranke auch sozial und mental in der Pflege aufzufangen? (hast du ja unter 3)
- Inwiefern könnten hier digitale, interaktive Medien einen Beitrag leisten und was wären aus einer pflegerischen (aber auch aus Patienten-)Sicht die größten Hürden dafür?
- wegen deines VR-Settings auch nach Erfahrungen fragen und was hier vielleicht technische oder ergonomische Hürden sein könnten.
Grundsätzlich hab ich auch den Eindruck, dass es fast zu viele Fragen sind. Das kommt aber auch auf die veranschlagte Zeit an und wie umfangreich die Antworten ausfallen sollen…
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