
Das Modul Design Processes and Story Frameworks befasste sich mit der Verbindung von Storytelling, User Experience und human-centered Design im Rahmen gestalterischer Entwicklungsprozesse. Im Zentrum standen die Reflexion der eigenen Projektmotivation, die narrative Vermittlung von Gestaltungsprojekten sowie die strukturierte Entwicklung von der Problemwahrnehmung zur kontextbezogenen Lösung. Als inhaltlicher Rahmen dienten dabei Story-Prinzipien, UX-Grundlagen und prozessorientierte Designmodelle.
Ausgangspunkt war die Annahme, dass Gestaltung nicht nur im Hervorbringen von Artefakten besteht, sondern ebenso in der Formulierung, Strukturierung und Kommunikation von Problemstellungen. Storytelling wurde dabei als relevante Methode verstanden, um Projekte erinnerbar, nachvollziehbar und überzeugend zu vermitteln. Im Vordergrund standen Elemente wie reason why, Hauptfigur, Konflikt, Struktur und Aufmerksamkeitserzeugung. Eng damit verbunden war das Prinzip Start with Why, das die Bedeutung einer klar formulierten Motivation für Entwurfs- und Kommunikationsprozesse hervorhob.
Theoretisch war das Modul im Feld des human-centered Design verortet. User Experience wurde als umfassende Qualität der Interaktion zwischen Nutzer:innen, Produkten und Dienstleistungen gefasst. Zugleich wurde deutlich, dass Begriffe wie Human-Centered Design, User-Centered Design, Service Design oder Design Thinking kontextabhängig verwendet werden und deshalb ein gemeinsames Begriffsverständnis innerhalb eines Projekts notwendig ist.
Methodisch bildete der Revamped Double Diamond den zentralen Bezugsrahmen. Das Modell strukturierte den Designprozess in die Phasen Discover, Define, Develop und Deliver und beschrieb Gestaltung als Wechsel von divergierenden und konvergierenden Bewegungen. Der Prozess umfasste die kritische Hinterfragung des Briefings, Primär- und Sekundärforschung, die Synthese von Erkenntnissen, die Formulierung von How might we-Fragen, Ideation, Prototyping, Testen und iterative Weiterentwicklung. Dabei wurde Gestaltung als nichtlinearer Prozess verstanden, der Unsicherheit, Revision und Erkenntnisgewinn systematisch integriert.
Die praktische Ausrichtung des Moduls zeigte sich in Übungen wie Experience Mapping, Empathy Mapping, Interviewformaten und Elevator Pitches. Diese Formate dienten dazu, Erfahrungen zu beobachten, Perspektiven zu strukturieren, Projekte präziser zu fassen und sie adressatengerecht zu kommunizieren. Gestaltung erschien damit nicht allein als Entwicklung von Lösungen, sondern ebenso als analytische und kommunikative Praxis.
Insgesamt lässt sich das Modul als Einführung in eine prozessuale und reflexive Designpraxis beschreiben. Es verband narrative Logiken mit Methoden des Experience Design und verstand Gestaltung als forschende, strukturierende und vermittelnde Tätigkeit, die soziale Relevanz, Nutzerorientierung und kommunikative Präzision zusammenführt.